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Sommertipps für die Fahrradpflege

Sommerzeit ist Radlzeit. Doch mit einer rostigen Kette oder einem Platten bereitet das Radln kaum Freude. Nach jeder Winterpause, oder besser noch mehrmals pro Jahr, sollten deshalb die folgenden fünf Tipps beachtet werden.

 

Vorbereitung ist alles

Wenn kein Montageständer vorhanden ist, sollte darauf geachtet werden, dass der Untergrund, auf dem gearbeitet wird, bereits relativ frei von Staub ist. Außerdem ist es wichtig, dass man von allen Seiten gut an das Radl herankommt, um größere Verrenkungen zu vermeiden. Sobald alle notwendigen Werkzeuge und Mittel vorhanden sind, kann die Radlpflege beginnen.

1. Druck machen

Wenn das Radl über den Winter im Keller steht, verliert der Schlauch oft Luft. Um das zu prüfen, hilft der Daumentest. Wenn sich der Fahrradschlauch mehr als einen Zentimeter mit dem Daumen hereindrücken lässt, dann muss die Fahrradpumpe ran. Auf den Reifenflanken steht die benötigte Menge an Frischluft. Wer oft auf unbefestigten Wegen unterwegs ist, sollte sich eher an der unteren Luftdruckgrenze orientieren, da hoher Luftdruck die Reifenhaftung reduziert.

 2. Fahrradkette überprüfen

Auch die Fahrradkette braucht regelmäßige Pflege – schon bevor sie sich geräuschvoll bemerkbar macht oder sich einzelne Kettenglieder festsetzen.  Zur Reinigung der Kette empfiehlt es sich, zunächst hinten auf das kleinste Ritzel zu schalten und den üblichen Schmutz, den man im Gelände oder auf der Straße mitnimmt, mit einem Lappen, der mit Lösungsmittel getränkt ist, zu entfernen. Dabei die Fahrradkette mit dem Tucherl greifen und die Kette beim Rückwärts-laufen-lassen (2-3 Kettenumdrehungen) in die Hand nehmen. Dann mit einer kleinen Bürste – eine Zahnbürste ist dafür bestens geeignet – die hinteren Zwischenräume der Ritzel putzen. Zum Schluss noch die Ritzel vorne auf beiden Seiten reinigen und Fertig!

3. In die Gänge kommen

Sollte es nach der Winterpause Probleme bei der Gangschaltung geben, empfiehlt es sich, mithilfe einer kleinen Zugspannschraube dort, wo das Kabel in die Schaltung mündet, vorsichtig und Schritt für Schritt nachzustellen. Als Faustregel gilt hier: Dreht man mit dem Uhrzeigersinn, wandert das Schaltwerk zum kleineren Ritzel – und umgekehrt.

4. Bremsen checken

Defekte Bremsen können schnell zum lebensgefährlichen Sicherheitsrisiko werden. Daher sollten diese unbedingt gewissenhaft geprüft werden. Sind beispielsweise die Beläge von Felgenbremsen schon so weit abgerieben, dass keine Rillen mehr erkennbar sind, wird es höchste Zeit, die Beläge durch neue zu ersetzen. Auch die Bremszüge sollten auf Verschmutzung und Korrosion untersucht werden. Schnelle Abhilfe kann hier ein Spritzerl Teflonspray leisten.

5. Ein Licht aufgehen lassen

Am Besten schon vor der ersten Nachtfahrt oder dem ersten längeren Ausflug (der manchmal dann doch später endet als geplant), Scheinwerfer und Rücklicht testen! Wenn das Licht streikt, müssen Kabel und Steckverbindungen kontrolliert werden. Wenn weder das, noch ein Birnenwechsel helfen, sollte ein Fachmann aufgesucht werden.

Und schon steht einer unbeschwerten und sicheren Sommer-Radltour nichts mehr im Weg!

 

Sommertipps für die Fahrradpflege

© pixabay.com: Unsplash

 

Für diesen alten Drahtesel kommt leider jeder Sommerfit-Tipp zu spät. Wenn man dennoch ein altes, rostiges Fahrrad besitzt, kann man es beispielweise im Garten platzieren! Einfach eine Kletterrose unter das Radl einpflanzen und warten bis die Blüten in ihrer schönsten Pracht erblühen.

 

 

Beitragsbild:

© Pixabay.com / Pexels

 

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