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Snowkiten - Neue Herausforderung auf Schnee

Wie im Wasser so auch auf dem Land. Snowkiten erfreut sich unter Skifahrern und Snowboardern immer größerer Beliebtheit. Grund genug sich das Ganze mal genauer anzusehen.

 

Geschichte

Man würde vermuten, dass es sich beim Snowkiten um eine völlig neue Sportart handelt. Allerdings gibt es das Kiten auf dem Schnee schon etwas länger und hat sich gerade bei früheren Arktisexpeditionen als Fortbewegungsmittel bewährt. Als Pioniere des Kiten / Snowkiten lassen sich Dr. Dieter Strasilla und Andrea Kuhn nennen. Schon in den 1960er Jahren hat Strassila sich mit Rundkappenschirmen auf den Berg hinaufziehen lassen. In den 70er Jahren wurden dann rechteckige Skywing-Segel für das Kiten auf Wiesen und Seen verwendet. Auch von Andrea Kuhn gibt es ein Video aus dem Jahr 1987, das ihn bei seinen ersten Versuchen mit dem Snowkite zeigt.

 

Wettbewerb

Trotz der noch jungen Erfolgsgeschichte als Sportart, gibt es schon eine große Bandbreite an Wettbewerben für Snowkiter. Diese können in 3 Disziplinen gegen andere Sportler antreten.

Hangtime: Wer sich am längsten in der Luft halten kann, gewinnt diese Disziplin für sich. Voraussetzungen hierfür sind optimale Windbedingungen, um sich lange in der Luft halten zu können. Der Rekord liegt bei ganzen 20 Metern.

Speed: Ganz klar, der schnellste gewinnt.

Freestyle: Tricks werden anhand von Anspruch und Ausführung bewertet. Auch die Übergänge gehen in die Bewertung ein.

 

Ausrüstung

Falls Ihr euch selbst mal an das Snowkiten wagen möchtet, bekommt Ihr hier einen kleinen Überblick was Ihr an Ausrüstung braucht.

Für das Snowkiten werden ein gewöhnliches Snowboard oder Skier benötigt. Als Snowboard dient am besten ein normales Freestyle-Board. Als Skier eignen sich Freeride oder Race Caver, aber auch Snowblades sind für den Einstieg besonders geeignet.

Als Kite empfiehlt sich besonders ein Softkite oder auch Ram-Air-Kite / Matten genannt, welche aus einem Unter- und Obersegel besteht und einem Gleitschirm ähnelt. Vorteil eines Softkites ist die leichte Handhabung. Sie blasen sich in Sekundenschnelle von selbst auf und können sich wieder klein zusammenpacken lassen. Auch bei der Bedienung ist ein Softkite vorteilhaft. Es füllt sich beim Start selbständig mit Luft, hat eine stabile Flügelfläche und ist mit einem Depowersystem (dient zur Geschwindigkeitsregulierung) ausgestattet. Auch Tubekites (vom Kiten auf dem Wasser) können zum Snowkiten verwendet werden. Diese könnten bei häufigem Aufprall auf Eis und Schnee jedoch leicht kaputt gehen.

Als Trapez eignen sich die gleichen Modelle wie beim Kitesurfen. Für Anfänger sind Sitztrapeze, die rutschfeste Beingurte besitzen, besonders empfehlenswert. Außerdem sollten Sie sich unbedingt einen Helm und Rückenprotektoren zulegen, um Verletzungen bei einem harten Aufprall vorzubeugen.

 

Beitragsbild:

© Pixelio.de: Andreas Bauer

 

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