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Gewitter am Berg

Gewitter in den Bergen zählen nicht nur zu den unangenehmsten, sondern auch zu den gefährlichsten Situationen auf einer Bergtour. Vor allem Blitze stellen dabei eine tödliche Gefahr dar. Hinzukommt, dass Gewitter meist von starken Stürmen und peitschenden Regenschauern begleitet werden. In der Höhe fallen dadurch selbst im Sommer die Temperauren in kürzester Zeit stark ab. Das Einholen der aktuellen Wetterinformation ist daher vor dem Start ins Gebirge zwingend erforderlich.

Wärme- und Frontgewitter
Die Wärmegewitter entstehen meist bei Schönwetterlage nachmittags und abends und bringen keine nachhaltige Wetterverschlechterung mit sich. Sie kündigen sich durch typische Haufen- bzw. Quellwolken an. Zu diesem Zeitpunkt hat man meist noch genügend Zeit, um zu reagieren. Aus den Quellwolken können sich jedoch riesige Wolkentürme entwickeln, die an der Oberseite einem Amboss ähneln. Spätestens dann ist es höchste Zeit, einen sicheren Ort aufzusuchen.

Frontgewitter entstehen dagegen häufig beim Durchzug einer Kaltfront. Sie bringen im Gegensatz zu den Wärmegewittern einen Wettersturz mit sich und beenden oft eine Schönwetterperiode. Ein Frontgewitter ist schwerer zu erkennen, da das Wetter vor der Kaltfront oft besonders schön und wolkenlos ist. Da bei einem Kaltfrontdurchgang die Temperaturen sehr rasch und massiv fallen, sollten daher nur kurze Wanderungen unternommen werden, die jederzeit abgebrochen werden können.

Zahlen und Fakten
Auch wenn das Gewitter noch weit entfernt ist und bisher nur Blitze zu sehen sind, sollte stets die Zugrichtung des Gewitters im Auge behalten werden. Erscheinen nur Blitze am Horizont ohne begleitenden Donner, so ist das Gewitter mindestens noch 18 Kilometer entfernt. Bei dieser Entfernung verstummt der Schall. Wenn jedoch zwischen Blitz und Donner weniger als dreißig Sekunden liegen, wird es gefährlich. Bei unter drei Sekunden ist jederzeit mit einem Blitzeinschlag in der Nähe zu rechnen. Jedoch ist auch eine vermeintlich größere Entfernung vor dem sich ankündigenden Gewitter keine Garantie dafür, nicht doch vom Blitz getroffen zu werden. Diese schlagen häufig auch in bis zu fünf Kilometer Entfernung vom eigentlichen Gewitter ein. Wenn sich also die Haare sträuben oder ein metallener Gegenstand surrt, sind das unmittelbare Boten für einen bevorstehenden Blitzeinschlag und man sollte sich schleunigst in Sicherheit bringen.

Schnell weg
Ist einem bewusst, dass man sich in Zugrichtung eines Gewitters befindet, gibt es nur eines: Schnell weg von Gipfeln, Graten, exponierten Stellen wie Seilbahnstützen oder auch Gletschertischen, Bächen und besonders nassen Bereichen wie moosigen Flächen! Wirklich sicher ist es nur in einer Hütte oder einer Biwakschachtel mit Blitzableiter. Der Wald bietet einen gewissen Schutz, keinesfalls jedoch einzelnen Bäume. Das Sprichwort „Buchen sollst du suchen, Weiden lieber meiden“ ist daher ein gefährlicher Trugschluss.

Auf Nummer sicher gehen
Wenn Gewitter in den Bergen angesagt ist, sollten große Bergtouren generell vermieden werden. Denn wirklich sicher ist man nur, wenn man ihnen aus dem Weg geht. Gegen Gewitter am Berg können Sie sich bei uns nicht versichern. Für vieles andere schon: Der NÜRNBERGER Bergschutz – schnell, günstig, individuell. Ein Muss für alle Alpinsportler, schon ab 4,98 EUR für 24 Stunden.

 

Bild:
© gettyimages.de

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