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Downhill - mit Höchstgeschwindigkeit durch die Natur

Fahrrad fahren war schon immer der Sport schlechthin um etwas Bewegung in den Alltag zu bringen, frische Luft zu schnappen und etwas von der Landschaft zu sehen. Zugegeben: Radfahren ist etwas Schönes, hält fit und ist gesund. Wer aber ein prickelndes Sporterlebnis sucht, ist mit einem herkömmlichen Drahtesel wohl eher schlecht beraten.

 

Über die Jahre ist das Mountainbiking, also Fahrradfahren über Stock und Stein und über Landschaften jeder Art, immer beliebter geworden.

Ein Trend, der aber sichtlich immer mehr Anhänger findet und noch einmal mit einer höheren Stufe an Schwierigkeit, Körperbeherrschung und Herausforderung auftrumpft ist unumstritten Downhill.

 

 

Der Sport

Der Sport „Downhill“ oder zu Deutsch schlicht „Abfahrt“ wird fälschlicher Weise oft mit Mountainbiking in einen Topf geworfen. Obwohl die beiden Sportarten eng miteinander verbunden sind, unterscheiden sie sich in ihrem Wesen doch grundsätzlich.

Ähnlich wie beim Skifahren, geht es beim Downhill um die möglichst schnelle und fehlerfreie Bewältigung einer steil bergab führenden, abgesperrten Strecke. Körperbeherrschung, Kontrolle, Können und ein stabiles Nervenkostüm sollten hier zur Grundausstattung des Fahrers gehören.

Immer häufiger werden Strecken und Skilifte, die im Winter zum Skifahren dienen so präpariert, dass sie im Sommer für Downhiller befahrbar sind und mit den Liften die Bikes transportiert werden können.

Downhill - mit Höchstgeschwindigkeit durch die Natur

 

Die Ausrüstung

Downhill wird nicht einfach mit einem herkömmlichen Fahrrad betrieben. Marktübliche Mountainbikes, Rennräder oder City Bikes, könnten der enormen Belastung nicht standhalten. Der Einsatz von ungeeigneten Fahrrädern und Selbstüberschätzung auf Downhillstrecken endet meist schmerzhaft. Ein Downhill Bike muss sehr belastbar und stabil sein, weswegen es häufig auch schwerer ist als normale Mountainbikes. Diese Räder sind ausschließlich dafür gebaut den extremen Belastungen und Kräften beim bergab Fahren Stand zu halten und wiegen etwa zwischen 14 und 19 kg. Federgabel, Bremsen und die großvolumige Bereifung unterscheiden sich ebenfalls sichtlich von herkömmlichen Rädern und sind auf extreme Stöße und große Federwege ausgelegt. Downhill Bikes sind grundsätzlich nur zur Bergabfahrt gedacht und sind für ebenes oder aufsteigendes Gelände eher ungeeignet.

 

Downhill zählt aufgrund der hohen Geschwindigkeit und des anspruchsvollen Geländes zu Recht zu den Extremsportarten. Jedem, der diesen Sport betreibt, sollte bewusst sein, dass jederzeit auch ein gewisses Verletzungsrisiko vorhanden ist. Deshalb sollte man sich nie ohne entsprechende Schutzkleidung und Protektoren (Helm, Rückenpanzer, Knieschoner, etc.) auf den Weg machen.

Bei offiziellen Rennen wie beispielsweise durch die UCI (Union Cycliste Internationale) ist eine Protektorenpflicht Standard.

 

Kein Männersport: auch die Mädels sind vertreten

Downhill - mit Höchstgeschwindigkeit durch die Natur

Fazit

Oft werden Downhiller als „rücksichtslose Raser“ bezeichnet, die der Natur schaden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr, vor allem Jugendliche, die die Herausforderung suchen, sind von diesem Sport angetan gerade weil er in der Natur ist und auch noch einen sehr hohen Spaßfaktor mit sich bringt. Dabei legen die Sportler großen Wert auf korrektes und rücksichtsvolles Verhalten, denn die Natur ist der Grundstein für ihr Hobby.

Obwohl Downhill eine reine Individualsportart ist, ist der Teamgedanke sehr groß. Gemeinsames Training, gegenseitige Tipps und gemütliche Abende im Sommer gehören hier quasi dazu.

 

 

 

 

 

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