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Canicross – Trailrunning mit Hund

Klassischer Hundesport wie Agility oder, ja man glaubt es kaum, Dog-Dancing sind lange schon nicht mehr die einzigen Sportarten die Mensch und Hund gemeinsam betreiben. Wir haben ein bisschen recherchiert und stellen euch in diesem Artikel Canicross vor.

Wer läuft mit wem?

Wer läuft hier eigentlich mit wem? Gassi gehen kann jeder, doch beim Laufen steht man vor ganz anderen Herausforderungen. Aber was ist jetzt Canicross? Nur einfach laufen mit Hund? Zuerst einmal klären wir die Wortherkunft. Canicross kommt vom lateinischen Wort Canus, was der „Hund“ bedeutet. Die Sportart wurde von Tiermedizin-Studenten im Jahr 1988 in Frankreich entwickelt. Tatsächlich gibt es den Sport schon ziemlich lange, wobei wir in Österreich aber auch in Deutschland scheinbar die Entwicklung zum Canicross ein bisschen verpasst haben. Meistens sind die Wettbewerbe und Canicross Läufe in Hundeschlittenveranstaltungen integriert. In Belgien und den Niederlanden finden im Herbst fast jedes Wochenende Wettbewerbe statt.

Wer läuft hier mit wem?

Beim Gassi gehen mit dem Vierbeiner ist man sich doch relativ schnell einig, dass Frauchen oder Herrchen (zumindest meistensJ) den Hund an der Leine führen. Beim Canicross aber ziehen Hunde den Läufer an einer Leine. Die Strecken führen durchs Gelände (keine normalen Straßen – wär ja langweilig). Richtige Trails und Gelände-Parcours werden so von Mensch und Hund bewältigt. Die Mensch-Hund-Beziehung wird durch das gemeinsame sportliche Erlebnis enorm gestärkt. Es gibt aber beim Canicross auch genaue Regeln, denn die Führung übernimmt dabei stets der Hund, Herrchen oder Frauchen müssen folgen. Die Verbindung zwischen Mensch und Hund ist eine Leine die eine Länge von zwei Metern haben muss.

Ausrüstung und Kommandos?

Wie schon erwähnt wird die Leine an einem Geschirr befestigt, welches einem Klettergurt ähnlich ist. Der Hund sollte immer einen gewissen Zug an der Leine spüren und so quasi  „seinen“ Menschen ziehen. Durch den Zug wird man beim Laufen automatisch schneller und die Schritte natürlich länger. Durch die Verbindung mit dem Vierbeiner und eine totale Konzentration, denn man läuft immerhin im Gelände, wird Canicross zu einer richtigen Herausforderung. Gut ausgebildete Hunde lassen sich während des Laufens nicht ablenken und bleiben voll und ganz auf die Strecke konzentriert. Der Hund merkt sofort, wenn Herrchen oder Frauchen das Tempo nicht mehr halten können. Durch stärkeren Zug auf der Leine, passt der Hund sich sofort dem langsameren Tempo an. Die Kommandos beim Canicross fallen sehr minimalistisch aus. Lediglich „rechts“, „liks“, „zieh“, „weiter“ und noch einige kurze Wörter finden gebrauch.

Ausrüstung:

– Trailrunningschuhe für Herrchen und Frauchen

– Spezialgurt für den Menschen

– Leine mit max. 2 Metern Länge inkl. Panikhaken

– Spezial Laufgeschirr für den Hund

– Wasser für Hund und Mensch

WICHTIG: Hunde, haben nicht wie wir Menschen Schweißdrüsen über die sie Schwitzen um den Körper zu kühlen, deshalb unbedingt beachten, dass nicht bei großer Hitze gelaufen wird. Deshalb finden Canicross Bewerbe auch nie im Sommer statt.

 

Canicross ist ein Breitensport und wo jeder sportliche Hund mitmachen kann.

 

 

Die Sportart funktioniert auch im Winter, heißt dann Ski Joering, somit gibt’s keine Trainings-Ausreden mehr. Nie mehr!

 

 

 

Quellen und Links:

http://www.achim-achilles.de/menschen/aus-aller-welt/21020-canicross-wenn-hunde-laeufer-an-die-leine-nehmen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Canicross

https://www.woofshack.com/de/zughundesport/canicross.html

 

Bild:

© Pixabay.com/mtajmr

 

 

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